Bau- und Umweltausschuss

Zweibrücken will Lärm deutlich reduzieren

Zweibrücken. Der Bau- und Umweltausschuss empfiehlt die Aufstellung eines Aktionsplans.

Geht es nach dem Bau- und Umweltausschuss, dann soll der Lärm im Gebiet der Stadt Zweibrücken deutlich verringert werden. Der Ausschuss empfiehlt dem Stadtrat die Aufstellung eines Lärmaktionsplanes nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz. Dazu soll es zu einer frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange kommen. Betroffen seien neben der Autobahn vor allem die Hofenfelsstraße, die Pirmasenser Straße, die Landauer Straße, die Alte Ixheimer Straße und die Saarlandstraße. Ausschussmitglied Hedi Danner (SPD) fragte nach möglichen Konsequenzen: „Schließlich geht es hier auch um die Gesundheit der Bürger.“ Ein Dorn im Auge der Oberauerbacherin sind vor allem die Motorräder, die mit deutlich überhöhter Lautstärke durch den Stadtteil fahren würden. „Maßnahmen können nicht eingeklagt werden“, informierte Stadtplaner Harald Ehrmann. Allerdings sei manches schon umgesetzt worden, verwies er auf Projekte der vergangenen Jahre. Unter anderem nannte er 30 er-Zonen und die Umleitung des Schwerlastverkehrs von John Deere in der Homburger Straße.

Norbert Pohlmann (Grüne) forderte eine „in sich geschlossene Planung“, statt Einzelmaßnahmen. Elke Streuber (SPD) forderte eine Entlastung der Landesstraße L 465 in Mörsbach, wo vor allem schwere Laster für Lärm sorgen würden, die zur Mülldeponie fahren. Matthias Nunold (Linke) regte an, den Einsatz von „lärmgedämpften Teerdecken“ zu prüfen.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder auch darin, dem Stadtrat zu empfehlen, dem bereits beschlossenen Bau einer Lärmschutzwand und einer Nothaltebucht an der Autobahn A 8 zwischen der Lanzstraße und der Abfahrt Zweibrücken bei der zuständigen Behörde Nachdruck zu verleihen.

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