Vodafone erneut mit tiefroten Zahlen

Der britische Telekomriese Vodafone macht derzeit große Verluste. Foto: Peter Kneffel/dpaFOTO: Peter Kneffel/dpa

Düsseldorf/Newbury. Probleme auf dem Heimatmarkt durch den Brexit und milliardenschwere Abschreibungen in Indien drücken die Geschäfte von Vodafone.

Der britische Telekomriese Vodafone schreibt trotz guter Geschäfte der deutschen Tochter zum zweiten Jahr in Folge einen Milliardenverlust. Bei der Vorlage der Jahreszahlen am gestrigen Dienstag begründete das Unternehmen die Entwicklung mit hohen Abschreibungen auf dem indischen Markt und einem Einbruch des operativen Ergebnisses auf dem britischen Heimatmarkt durch den Brexit.

Konzernchef Vittorio Colao zeigte sich dennoch zuversichtlich: Als größter Anbieter von schnellen Internetanschlüssen in Europa werde Vodafone die Gelegenheit ergreifen und Umsatzanteile auf dem Markt hinzugewinnen, kündigte er an. Dennoch verzeichneten die Briten im Geschäftsjahr 2016/17, das Ende März abgelaufen war, zunächst einmal einen Umsatzrückgang von 4,4 Prozent, auf 47,6 Milliarden Euro.

Unter dem Strich stand ein Minus von annähernd 6,1 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Telekom-Konkurrent bereits einen Verlust von 5,1 Milliarden Euro eingefahren.

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