Glasfaserausbau

Die Milliarden-Pläne von Inexio

Inexio-Chef David Zimmer (rechts) will das Unternehmen mit dem neuen Investor EQT an der Seite in eine neue Dimension führen. Matthias Fackler (links) von EQT sagt dafür Unterstützung zu. FOTO: Robby Lorenz

Saarlouis. Mit dem neuen Investor EQT an der Seite hat sich Inexio viel vorgenommen. Dabei geht es um Milliarden und einen großen Wandel in dem Unternehmen.

Der wohl größte Firmenverkauf in der saarländischen Wirtschaftsgeschichte ist abgeschlossen. Das Saarlouiser Glasfaser- und Telekommunikationsunternehmen Inexio hat einen neuen Eigner. Die schwedische Investmentgesellschaft EQT hält jetzt 90 Prozent der Anteile, die übrigen zehn Prozent bleiben in der Hand der Geschäftsführer David Zimmer und Christoph Staudt. Ende September hatten beide Unternehmen das Geschäft bereits angekündigt.

Der Kaufpreis soll nach Informationen unserer Zeitung bei rund einer Milliarde Euro liegen. Offiziell äußern sich weder Inexio noch EQT zu der Summe. Nur so viel: In der vergangenen Woche sei der Kaufpreis an die bisherigen Haupteigentümer Warburg Pincus und Deutsche Beteiligungs AG überwiesen worden. Das Bundeskartellamt habe schon zuvor dem Deal zugestimmt, sagte Matthias Fackler, Partner bei EQT Partners.

Der Investor erhofft sich viel von seinem Engagement. Schließlich stimmen aus seiner Sicht die Rahmenbedingungen. „Der Markt in Deutschland ist sehr gut.“ Im Vergleich zu anderen Ländern „liegt Deutschland meilenweit zurück, was Glasfaserausbau angeht. Man muss schnell aufholen“, sagt Fackler. EQT wolle über Inexio an dem vielfach geforderten Ausbau des schnellen Internets teilhaben.

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