Neuer Vorstoß

Söder fordert steuerlichen Ausgleich für Negativzinsen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will Bankkunden entlasten. FOTO: dpa / Sven Hoppe

Berlin/Frankfurt. Minuszinsen belasten Banken und Kunden: Deshalb fordert der CSU-Chef einen „Masterplan“ für Sparer. Der Opposition geht das nicht weit genug.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seine Forderungen zur Entlastung von Sparern vom Negativzins erneuert. „Der Staat sollte nicht tatenlos zusehen, wie das Sparen immer weiter erschwert wird“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Nötig sei ein „großer Master-Plan, wie man die Sparer schützt und von Negativzinsen befreit“. Die Linke forderte stattdessen staatliche Investitionen zur Entlastung der Geldpolitik. „Wenn ein Verbot nicht möglich sein sollte, muss es einen Ausgleich geben“, sagte Söder. Der Staat solle Sparern gezahlte Negativzinsen darüber zurückgeben, dass diese steuerlich geltend gemacht werden können.

Die Minuszinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) belasten die Banken und treffen zunehmend auch Kunden der Institute. Banken müssen derzeit 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie Gelder bei der EZB parken. Immer mehr Banken in Deutschland geben die Kosten weiter.

Seit Anfang Oktober erhebt die erste Bank in Deutschland, die Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck, Negativzinsen ab dem ersten Euro. Zahlen müssen Neukunden, die ihr Geld bei der Volksbank anlegen wollen. Das Institut erklärte, mit der Regelung wolle es „langjährige Kunden schützen“.

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