Bilanz

Vapiano fährt weiter Verluste ein

Köln. Trotz weiter hoher Verluste sieht die Restaurantkette Vapiano erste Fortschritte auf ihrem Sanierungskurs. Jeder Gast habe in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Schnitt fünf Prozent mehr Geld ausgegeben als zuvor, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Damit lag der sogenannte Durchschnittsbon pro Besuch bei mehr als zwölf Euro. Zudem sank der Materialaufwand, unter anderem wegen einer abgespeckten Menükarte. Trotzdem musste die Firma in den ersten drei Quartalen einen Verlust von 46,1 Millionen Euro hinnehmen und damit deutlich mehr als vor einem Jahr (minus 29,4 Millionen Euro).

Wenig erfreulich ist auch die Umsatzentwicklung: Die Erlöse stiegen zwar kräftig auf knapp 300 Millionen Euro, das lag aber an Neueröffnungen. Auf gleicher Fläche gab es hingegen erneut herbe Einbußen von minus 4,2 Prozent. Damit verfehlt die Firma bisher knapp ihre Prognose für das Gesamtjahr 2019, derzufolge der „Like for Like“-Umsatz um zwei bis vier Prozent sinken soll.

Vapiano-Chefin Vanessa Hall gab sich optimistisch, sie bestätigte ihre zuvor ausgegebenen Jahresziele. Das Geschäft sei zuletzt im Rahmen ihrer Erwartungen verlaufen, erklärte sie und verwies auf den vom Vorstand entwickelten Umstrukturierungsplan. „Die Maßnahmen greifen und haben bereits positiven Einfluss auf das Gästeerlebnis und die operative Entwicklung von Vapiano.“ Tatsächlich hat sich das Geschäft zuletzt stabilisiert – im dritten Quartal lag der Verlust in etwa gleich hoch wie zuvor.

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