Razzia bei Dillinger Hütte und SHS

Die Stranggießanlage war mit 400 Millionen Euro die größte Einzelinvestition der Dillinger Hütte in den vergangenen Jahren. Foto: Dillinger HütteFOTO: Dillinger Hütte

Dillingen. Das Bundeskartellamt hat gestern gemeinsam mit der Polizei Büros und Privatwohnungen von Mitarbeitern der beiden Firmen durchsucht.

Die AG der Dillinger Hüttenwerke und die SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co KG hat gestern Besuch von Kartellamt und Kriminalpolizei bekommen. Zwölf Mitarbeiter des Bundeskartellamtes und dreißig Polizisten untersuchten mehrere Unternehmensstandorte sowie Privatwohnungen, teilte das Kartellamt gestern mit. Auf Seiten der Polizei war das Dezernat für besondere Ermittlungen und Korruption im Einsatz.

Bei der Durchsuchung geht es dem Kartellamt zufolge um vermutete Preisabsprachen bei der Vergabe von Industriebauaufträgen. Dieser sogenannte Submissionsbetrug wird mit Freiheits- oder Geldstrafen geahndet. Informationen zufolge soll auch der Baukonzern Hochtief im Fokus der Ermittler stehen.

Eine Sprecherin der Dillinger Hütte bestätigte gestern die Durchsuchungen und auch Zeugenbefragungen. "Die Unternehmen werden im Rahmen der geltenden Verfahrensregelungen alles tun, um die Ermittlungen aktiv zu unterstützen", hieß es.

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