Unternehmertag in Saarbrücken

Was wird Autos künftig antreiben?

E-Mobilität sei zwar in aller Munde, setze sich auf der Straße jedoch nicht durch, kritisierte der VSU-Präsident beim Unternehmertag. FOTO: dpa / Peter Kneffel

Saarbrücken. Die Unsicherheit auf dem Automarkt habe fatale Wirkung auf die gesamte Industrie, kritisiert Oswald Bubel, Präsident der saarländischen Unternehmensverbände.

Die Verunsicherung der Autokäufer, auf welche Antriebsart sie beim Erwerb neuer Autos setzen sollen, hat angesichts der Rezession, die im Metall- und Elektrobereich bereits angekommen ist, „fatale Wirkung auf die gesamte Industrie“. Das betonte der Präsident der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU), Oswald Bubel, gestern Abend beim saarländischen Unternehmertag in Saarbrücken. „Obwohl der Verbrennungsmotor noch viele Jahre gebraucht wird und es kaum Alternativen gibt, stellen die Kunden den Kauf traditioneller Antriebe zurück“, beklagte er. Dabei „mag Elektro-Mobilität in aller Munde sein, auf den Straßen setzt sich die Technik nicht durch“.

Zudem „ist es völlig offen, was Autos künftig antreiben wird“, rief Bubel seinen mehr als 200 Zuhörern zu. Obwohl niemand diese Frage beantworten könne, müssten die Autobauer schon heute Investitionsentscheidungen treffen, „die in die Millionen, ja teilweise Milliarden gehen“. Hinzu kämen die weltweiten Handelskriege.

Die Digitalisierung stelle eine weitere Herausforderung dar. „Mit ihr steigen auch die Risiken“, hob der VSU-Präsident hervor. So bestehe die Gefahr, dass hohe Investitionen verloren gehen könnten, und dass Unternehmen angreifbarer würden für Online-Attacken. Darüber hinaus sei die Personalpolitik gefordert. „Denn nicht alle Mitarbeiter können bei dem schnellen Wandel mithalten.“

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