Sparprogramm

BASF steht weiter unter Druck

Das Herz der BASF-Gruppe ist das Stammwerk in Ludwigshafen: Auch im dritten Quartal 2019 verläuft die Geschäftsentwicklung gedämpft. FOTO: obs / Detlef W. Schmalow

Gent/Ludwigshafen. Der Chemieriese hat sich eine neue Strategie samt Sparprogramm verpasst. Noch kann das Ludwigshafener Dax-Unternehmen keine Besserung melden. Immerhin: Verkaufserlöse im Milliardenvolumen könnten schon bald fließen.

Der Chemiekonzern BASF steht weiter unter Druck und verzeichnet auch im laufenden dritten Quartal eine eher gedämpfte Geschäftsentwicklung. Im Vergleich zum zweiten Quartal habe es keine Besserung gegeben, sagte Vorstandschef Martin Brudermüller am Freitag auf einer Investorenkonferenz im belgischen Gent.

Dagegen könnte der geplante Verkauf der Bauchemie-Sparte schon bald Milliardenerlöse in die Kassen des Dax-Konzerns spülen. BASF will den Bereich noch bis Ende des Jahres veräußern. Es gebe bestätigte Angebote, sagte Brudermüller. Er erwarte bis Ende des Jahres, die Verträge zu unterzeichnen. Nach unbestätigten Berichten vom Sommer könnte der Verkauf bis zu drei Milliarden Euro in die Kassen von BASF spülen.

Das Sparprogramm im Zuge einer neuen Konzernstrategie soll nach Angaben des Unternehmens bereits im laufenden Geschäftsjahr eine halbe Milliarde Euro zum operativen Ergebnis (Ebitda) beisteuern. Anschließend ist eine Steigerung geplant: Im kommenden Jahr rechnet Brudermüller mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses von bis zu 1,3 Milliarden Euro. Ab 2021 soll das Sparprogramm zwei Milliarden Euro beisteuern. BASF hatte das Programm im November angekündigt. Brudermüller setzt damit vor allem auf schlankere Strukturen und einfachere Abläufe.

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