Kampf gegen Plastiktüten & Co.

Mühsamer Kampf gegen die Verpackungsflut

In den Obst- und Gemüseabteilungen etlicher Supermärkte sind neben den unvermeidlichen dünnen Plastikbeuteln in letzter Zeit immer öfter wiederverwendbare Kunststoffnetze im Angebot – die allerdings vom Kunden extra bezahlt werden müssen. FOTO: dpa / Marcel Kusch

Düsseldorf. Der Handel reagiert auf umweltbewusste Kunden und verkauft inzwischen etwa Toastbrote ohne Plastikhüllen oder Schlangengurken ohne Schrumpffolien. Verbraucherschützern ist das nicht genug.

(dpa) Aldi ist stolz: Rund 15 000 Tonnen Verpackungsmaterial hat der Discounter nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr bei seinen Eigenmarken im Interesse des Umweltschutzes eingespart – Plastik, aber auch Metall, Papier und Glas.

Der Billiganbieter ist nicht allein mit seinen Bemühungen. Die Handelskette Rewe und ihr Discounter Penny sparen durch Verpackungsveränderungen nach eigenen Angaben mittlerweile pro Jahr 8200 Tonnen Kunststoff ein. Und auch Edeka und Lidl trimmen die Verpackungen ihrer Eigenmarken sowie ihre Obst und Gemüseangebote auf mehr Nachhaltigkeit.

Die Handelsketten haben guten Grund, sich beim Thema Umweltschutz Mühe zu geben. Bei einer im März durchgeführten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sagten 72 Prozent der befragten Verbraucher, dass sie bevorzugt Produkte kaufen, die wenig Verpackungsmüll verursachen. Nicht einmal ein Drittel der Konsumenten war der Meinung, dass es bereits ausreichend umweltfreundliche Verpackungen gibt.

(dpa)
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