Drama um Autozulieferer

Wirbel um weitere Fertigung in den Gusswerken

Saarbrücken. In der Belegschaft der insolventen Gusswerke Saarbrücken gab es am Dienstag große Aufregung. Die weitere Produktion sei gefährdet, weil Lieferanten Material abholten und sich wichtige Dienstleister zurückzögen, hieß es.

Aus dem Kreis der nun verantwortlichen Insolvenzexperten kam aber Entwarnung: Am Mittwoch „wird normal produziert“, ließ Alexander Höpfner mitteilen. Er ist der Generalbevollmächtigte in dem Insolvenzverfahren. Der Fachmann aus der Frankfurter Restrukturierungskanzlei BBL hatte zuvor verlauten lassen: „Der Geschäftsbetrieb läuft im vollen Umfang weiter.“ Alle nötigen Schritte zur Auszahlung des Insolvenzausfallgelds an die rund 1100 Mitarbeiter seien eingeleitet. Offen bleibt aber die Frage nach den Abfindungen für die rund 200 früheren Beschäftigten, die im Juli eine Vereinbarung zur Auflösung ihres Arbeitsvertrags unterzeichnet haben.

Die Hauptkunden der Motorblockgießerei hätten signalisiert, „die Sanierung finanziell zu unterstützen“, heißt es in der Mitteilung. Namen wurden nicht genannt. Es ist davon auszugehen, dass General Motors und Deutz dazu zählen. Inwiefern auch Volkswagen dabei ist, blieb unklar. VW wurde von verschiedenen Seiten dafür verantwortlich gemacht, dass eine Einigung der Großkunden über die Sanierung der Gießerei scheiterte und daher am Freitag Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt wurde.

Der bisherige Geschäftsführer des Unternehmens, Michael Capitain, bleibt der Mitteilung zufolge weiter im Amt.

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