Mehr Effizienz

Michelin automatisiert die Reifenfertigung

Werkleiter Cyril Beau (l.) und Abteilungsleiter Thierry Bour bei der neuen automatisierten Wulstkernbeschichtung im Homburger Michelin-Werk. FOTO: woll

Homburg. Mehr Effizienz, weniger Belastung für die Mitarbeiter. Michelin hat für drei Millionen Euro die Vorprodukte-Fertigung neu aufgestellt.

Das Michelin-Werk in Homburg geht beim Thema Effizienz einen weiteren Schritt nach vorne. Bis Mitte kommenden Jahres wird die Herstellung der sogenannten Wulstkernfertigung bei Neureifen neu aufgestellt. Durch Automatisierung wird sie auf der einen Seite deutlich effizienter, auf der anderen Seite auch noch für die Mitarbeiter körperlich entlastend.

Michelin steht wirtschaftlich unter Zugzwang: „Der Wettbewerb am Markt wird härter“, sagt Werkleiter Cyril Beau. Die Volumina vor allem im Premium-Segment stagnieren, gleichzeitig verschärfe sich der Preiskampf, wodurch die Margen unter Druck geraten. Zusätzlich steigen Energie-, Rohstoff- und Personalkosten. „Wir sind deshalb gezwungen, diese höheren Kosten durch mehr Effizienz auszugleichen.“ Dazu trägt das aktuelle Projekt bei.

Bisher läuft die Fertigung des Wulstkerns in vielen Schritten ab. Dieser zentrale Bestandteil jedes Reifens garantiert den stabilen Kontakt zur Felge und den gleichmäßigen Lauf. Jeder Kern besteht aus verschweißten Metallstäben, die mehrfach mit Gummi-Lagen ummantelt sind. Gleichzeitig halten die zwei Wulstkerne eines jeden Reifens auch das Stahlgewebe im Reifen. Die Produktion, bisher auf mehrere Stationen verteilt, ist nun komplett neu geordnet und weitgehend automatisiert worden, sagt Thierry Bour, Leiter der Abteilung Vorprodukte. Hallen wurden neu organisiert, Abläufe komplett neu gestaltet.

top