DIHK senkt Wachstumsprognose

Konjunktursorgen in der Wirtschaft nehmen zu

Die Industriebetriebe in Deutschland haben im Dezember 2018 fast vier Prozent weniger produziert als ein Jahr zuvor. FOTO: dpa / Bernd Thissen

Berlin. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag fordert von der Bundesregierung eine Entlastung der Unternehmen.

Die deutsche Wirtschaft steuert auf schwierigere Zeiten zu. Immer mehr Firmen erwarten schlechtere Geschäfte, wie aus der neuen Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hervorgeht. Eine Wirtschaftskrise erwartet der DIHK nicht. Aber die Unsicherheiten über die Konjunktur nehmen zu. Der DIHK schraubte seine Wachstumsprognose deutlich nach unten. Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sprach gestern von einem „Weckruf“ für die Politik.

Der Spitzenverband rechnet für dieses Jahr nur noch mit einem Wirtschaftswachstum in Deutschland von 0,9 Prozent, nach zuvor 1,7 Prozent. Die Bundesregierung hatte ihre Prognose zuletzt auf 1,0 Prozent verringert. Die EU-Kommission erwartet für die Bundesrepublik ein Wachstum von 1,1 Prozent.

Wansleben nannte als Gründe für die gesenkte Prognose die Abkühlung der Weltwirtschaft, Handelskonflikte sowie die unklare Lage beim Brexit. Ein ungeordneter Ausstieg Großbritanniens aus der EU und ein Einbruch deutscher Exporte ins Vereinigte Königreich könnte das Wachstum um 0,2 Prozent verringern.

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