Staatliche Rettung

Italiens Regierung hilft angeschlagener Bank

Rom/Genua.  Die italienische Regierung kommt dem angeschlagenen Kreditinstitut Banca Carige zur Hilfe. Das Kabinett verabschiedete am späten Montagabend ein Dekret, das der Bank staatliche Garantien für neue Anleihen zusagt.

Damit sollen die „Rechte und Interessen der Sparer“ geschützt werden, erklärte Regierungschef Giuseppe Conte laut Mitteilung. Die mitregierende Fünf-Sterne-Bewegung macht damit eine Kehrtwende in Sachen Bankenrettung. Die populistische Partei hatte sich stets gegen staatliche Gelder für marode Banken ausgesprochen. Erst im Oktober sagte Parteichef Luigi Di Maio, dass „kein Euro“ öffentlicher Gelder für die Stützung von Banken benutzt werden würde. Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt hatte das Institut mit Sitz in Genua vergangene Woche unter eine Zwangsverwaltung gestellt. Zuvor war eine geplante Kapitalerhöhung am Widerstand eines Großaktionärs gescheitert und daraufhin die Mehrheit des Verwaltungsrats der Banca Carige zurückgetreten.

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