Studie zu Familienunternehmen

Standortbedingungen werden schlechter

Familienunternehmen in Deutschland verdanken ihre gute wirtschaftliche Lage aktuell vor allem der guten Konjunktur. FOTO: dpa / Ingo Wagner

München/Mannheim. Familienunternehmen haben es in Deutschland immer schwerer, zeigt eine aktuelle Studie. Verlagerungen stehen trotzdem nicht an.

Gäbe es die gute Konjunktur nicht, hätten es deutsche Familienunternehmen hierzulande einer neuen Studie zufolge schwer. Im internationalen Vergleich habe die Bundesrepublik bei den Standortbedingungen für Betriebe nachgelassen. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle „Län­der­index Familienunternehmen“, den die Münchner Stiftung Familienunternehmen gestern vorgelegt hat.

In ihrem Auftrag hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) 21 Industrienationen auf Standortfaktoren für Unternehmen untersucht. Darunter fallen Aspekte wie Steuern, Arbeitskosten und Regulierung, aber auch Rechtssicherheit und Korruption.

Deutschland landet dabei im unteren Mittelfeld auf Rang 16 – vier Plätze schlechter als bei der vorigen Erhebung für den Index vor zwei Jahren. Dass nun Firmen im großen Stil Jobs ins Ausland verlagerten, sei aber nicht zu erwarten, meint das Institut für Mittelstandsforschung – auch wegen der vielen Fachkräfte hierzulande.

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