Erstmals Einigung für in Deutschland Stationierte

Tarifvertrag für Ryanair-Piloten

Frankfurt. Nach mehreren Streikwellen und langwierigen Verhandlungen erhalten die in Deutschland stationierten Piloten des Billigfliegers Ryanair erstmals einen Gehaltstarifvertrag.

Das teilte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) am Mittwoch in Frankfurt mit.

Vorgesehen seien höhere Fixgehälter und ab dem kommenden Jahr auch erhöhte Netto-Einkommen, weil dann die rund 400 Beschäftigten unter deutschem Recht Einkommenssteuer zahlen können.

Bislang wurde die Steuer mit höheren Sätzen in Irland eingezogen, wo der Ryanair-Unternehmenssitz ist. Um deutsches Recht anwenden zu können, überträgt Ryanair die in Deutschland stationierten Flugzeuge auf das Tochterunternehmen „Malta Air“. Das dortige Steuerrecht erlaubt Einkommenssteuerzahlungen im EU-Ausland. Die VC hatte ursprünglich gefordert, einen eigenständigen Flugbetrieb in Deutschland zu gründen.

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