Wie man vermögend wird – oder auch nicht

Das bringen Aktien, Gold und Immobilien

Mit Gold erzielten Anleger in den vergangenen 50 Jahren laut Studie nur 0,7 Prozent Rendite. FOTO: Sven Hoppe / picture alliance / dpa

Frankfurt/Berlin. Viele Sparer sehen Gold als Schutz vor Inflation und halten Aktien für Teufelszeug. Eine Studie erschüttert vermeintliche Wahrheiten.

(dpa) Geht es ums Geld, gibt es viele Vorurteile. Zum Beispiel, dass man an der Börse nur verlieren kann. Oder dass Gold ein sicherer Hafen ist und Immobilien sich immer rentieren. Einer Überprüfung halten diese Vorurteile allerdings nicht stand, wie auch eine neue Studie von Wissenschaftlern der London Business School und Experten der Schweizer Bank Credit Suisse eindrucksvoll zeigt.

Die Forscher verglichen verschiedene Anlageklassen seit dem Jahr 1900. Analysiert wurden 23 Länder, darunter die USA, China und Japan sowie wichtige europäische Länder wie Deutschland. Zusammen stehen sie bei Aktien etwa für 91 Prozent der weltweiten Märkte.

Eine Erkenntnis: Aktien zahlen sich auf lange Sicht immens aus. So lag die Rendite bei einer weltweiten Aktienanlage seit 1900 bei 5,2 Prozent – pro Jahr. Für Anleihen, die vielen Anlegern wegen ihrer Verzinsung als sicher gelten, ermittelten die Forscher eine jährliche Rendite von zwei Prozent. Betrachtet man die vergangenen 50 Jahre, brachten weltweite Aktien jährlich 5,3 und Anleihen 4,4 Prozent. Mit dem vermeintlich sicheren Gold erzielten Anleger in dem Zeitraum nur 0,7 Prozent.

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