Größter Markt der Welt schrumpft

Automarkt in China bricht ein

Blick auf ein Autobahnkreuz in Shanhgai bei Nacht. Der für deutsche Autobauer wichtige chinesische Automarkt steuert für das Gesamtjahr 2018 auf den ersten Absatzrückgang seit mindestens zwei Jahrzehnten zu. FOTO: dpa / Li He

Peking. Der Boom ist vorbei: Handelskrieg mit den USA, hohe Schulden und schlechte Immobiliengeschäfte lassen den größten Automarkt der Welt in China schrumpfen. Drohen jetzt sogar Überkapazitäten?

Erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten ist der chinesische Automarkt eingebrochen. Der Absatz von Personenwagen sackte 2018 um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab, wie der Branchenverband China Passenger Car Association (PCA) am Mittwoch in Peking mitteilte. Der Verkaufsrückgang trifft auch die großen deutschen Autokonzerne, für die China der größte Markt ist.

Neben dem Handelskrieg zwischen den USA und China gibt es auch hausgemachte Ursachen für die Flaute auf dem größten Automarkt der Welt. „Die Gründe sind vor allem der schwere Druck auf dem Immobilienmarkt, hohe Verschuldung, Abwärtsdruck für die Wirtschaft und fehlende Verbraucherzuversicht“, sagte PCA-Generalsekretär Cui Dongshu der Deutschen Presse-Agentur. Er erwartete aber nicht, dass der Rückgang anhält: „So schlimm ist es nicht.“

Die Kaufzurückhaltung erklären andere Experten auch mit den vorübergehenden Zollerhöhungen auf Importe von US-Autos, der Verunsicherung über den anhaltenden Handelskonflikt sowie den vielen Fahrbeschränkungen in chinesischen Metropolen. Auch das verstärkte Angebot von bequemen Fahrdiensten dämpft die Nachfrage nach Autos.

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