BASF

BASF verkauft Pigmentgeschäft an japanischen Chemiekonzern

Tokio/Ludwigshafen. Der Chemiekonzern BASF befindet sich in einer schwierigen Phase. Da hilft ihm der Verkauf eines kleineren Geschäftszweiges. Dieser ist Teil eines größeren Plans.

Der Chemiekonzern BASF ist bei der geplanten Umstrukturierung einen Schritt weitergekommen: Die Ludwigshafener veräußern wie erwartet ihr Pigmentgeschäft nach Japan. Käufer ist der Feinchemiehersteller DIC, der für die Sparte 985 Millionen Euro hinlegen will, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Ohne Berücksichtigung von Barmitteln und Finanzschulden beträgt der Verkaufspreis 1,15 Milliarden Euro.

DIC will den BASF-Bereich mit dem Pigmentgeschäft seiner Tochter Sun Chemical zusammenführen. Die Übernahme soll im Schlussquartal 2020 abgeschlossen werden, sofern der Deal die entsprechenden Genehmigungen der Regulierungsbehörden erhält, wie es weiter hieß. BASF-Aktien legten am Donnerstag in einem insgesamt festeren Markt um 1,68 Prozent zu.

Der Verkauf kommt nicht überraschend: Bereits im Frühjahr war bekannt geworden, dass sich der Konzern von dem Bereich bis Ende nächsten Jahres lösen will. Über entsprechende Pläne von BASF-Chef Martin Brudermüller zu einem Verkauf nach Japan war zuletzt ebenfalls spekuliert worden. Im Juni hatte BASF zudem Pläne für einen tiefgreifenden Konzernumbau bekanntgegeben, der auch den Abbau tausender Stellen sowie die Trennung von Teilbereichen vorsieht.

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