Ausbildungsvergütungen gestiegen

Viele Lehrlinge bekamen 2018 deutlich mehr Geld

Bonn. Auszubildende erhalten im Durchschnitt mehr Geld als ein Jahr zuvor. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind 2018 im bundesweiten Durchschnitt um 3,7 Prozent gestiegen, wie gestern das Bundesinstitut für Berufsbildung (Bibb) in Bonn mitteilte.

Der Vergütungsanstieg fiel damit in zahlreichen Berufen stärker aus als noch im Vorjahr mit 2,6 Prozent. Das Bibb ermittelte die durchschnittlichen Vergütungen für 181 Berufe in West- und 153 Berufe in Ostdeutschland.

Bundesweit lagen die tariflichen Ausbildungsvergütungen im vergangenen Jahr der Untersuchung zufolge bei durchschnittlich 908 Euro brutto im Monat. In Westdeutschland wurde ein durchschnittlicher Betrag von 913 Euro erreicht, in Ostdeutschland waren es 859 Euro. Prozentual wurden die tariflichen Ausbildungsvergütungen im Osten mit 3,9 Prozent etwas stärker erhöht als im Westen. Dort stiegen sie um 3,6 Prozent.

Dabei gab es zwischen den Ausbildungsberufen erhebliche Unterschiede. Besonders hoch lagen die Vergütungen der Untersuchung zufolge für angehende Maurer mit monatlich 1159 Euro im gesamtdeutschen Schnitt. Hohe Vergütungen wurden für angehende Mechatroniker (1088 Euro), Industriekaufleute (1047 Euro) und Kaufleute für Versicherungen und Finanzen (1035 Euro) gezahlt. Vergleichsweise weniger bekamen angehende Schornsteinfeger (518 Euro), Friseure (584 Euro), Floristen (617 Euro), Bäcker (678 Euro), Maler und Lackierer (718 Euro).

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