Peking

Chinas Wachstum fällt auf historisches Tief

Chinas Wirtschaftswachstum ist auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahrzehnten gefallen. Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA und hausgemachter Probleme legte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im vergangenen Jahr nur noch um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. „Der Handelskrieg macht sich derzeit vor allem in einer wachsenden Unsicherheit bemerkbar“, sagte Max Zenglein, Leiter des Programms Wirtschaft beim China-Institut Merics. „Richtig ernst dürfte es aber erst werden, wenn es bis März keine Lösung gibt und es zu weiteren Zollerhöhungen kommt.“ Die Regierung sei „besorgt“, hieß es aus informierten Kreisen. „Es sind Stimulusmaßnahmen geplant.“ Im neuen Jahr sollen möglicherweise nur noch 6,0 bis 6,5 Prozent als Wachstumsziel vorgegeben werden.

Tarifeinigung

Ein Schritt fehlt noch zum ganz großen Erfolg

Der Abschluss ist eine echte Überraschung und ein großer Erfolg. Danach hatte es im Herbst gar nicht ausgesehen. Zu verfahren schien der langjährige Streit zwischen Verdi und der privaten Busbranche. Doch am Ende haben wohl beide Seiten eingesehen, dass ein Kompromiss allen nützt: den Busfahrern, weil sie deutlich mehr Geld  und viel bessere Arbeitsbedingungen bekommen; den Betrieben, weil der Streit mit Verdi dauerhaften Unfrieden bedeutete und Fahrermangel am besten gemeinsam mit den Gewerkschaften zu bekämpfen ist.

Digitalisierung

Deutsche-Post-Chef: Jeder Job könnte in 15 Jahren weg sein

Arbeitnehmer müssen sich Deutsche-Post-Chef Frank Appel zufolge darauf einstellen, dass ihre Jobs in absehbarer Zeit von Maschinen übernommen werden könnten. „Ist man jung, gibt es unabhängig davon, welchen Beruf man sich aussucht, keine Garantie, dass er in 10 bis 15 Jahren noch existiert“, sagte Appel am Samstag auf der Innovationskonferenz DLD in München. „Es ist definitiv nicht mehr möglich, dass man 50 Jahre lang in einem Unternehmen im selben Job bleiben kann.“ Ein Ausweg sei lebenslanges Lernen – dafür müsse aber das Bildungssystem grundlegend umgestaltet werden.

Rheinland-Pfalz

Viele Betriebe halten sich nicht an Behindertenquote

Etwa jeder vierte rheinland-pfälzische Arbeitgeber mit mehr als 20 Mitarbeitern beschäftigt keinen einzigen schwerbehinderten Menschen – und das, obwohl Betriebe dieser Größe eigentlich gesetzlich zu einer Quote von mindestens fünf Prozent angehalten sind. „Ich appelliere an die Unternehmen, die gute konjunkturelle Lage zu nutzen und in die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu investieren“, sagte gestern der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Matthias Rösch.

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