Tesla baut Werk in Brandenburg

Eine „Elektro-Gigafabrik“ für Deutschland

Hier im Wald von Grünheide-Freienbrink bei Berlin plant Tesla den Bau einer Elektroautofabrik – statt am Triwo-Flugplatz Zweibrücken. FOTO: dpa / Monika Skolimowska

Berlin/Zweibrücken/Saarbrücken/Mainz. Völlig überraschend ließ Tesla-Chef Elon Musk die Bombe platzen: Der neue Europa-Standort für Elektroautos und Batterien kommt nach Brandenburg. Und nicht in die Pfalz oder ins Saarland – wie man hier bis zuletzt gehofft hatte.

Alles begann mit einem Tweet. Im Juni 2018 kündigte Tesla-Chef Elon Musk an, Deutschland komme als Standort für eine Batteriefabrik in Europa in Frage. Auf die Nachfrage eines Followers wurde Musk konkreter: „Vielleicht ist es sinnvoll an der deutsch-französischen Grenze in der Nähe der Benelux-Länder.“ Das ließen sich die politisch Verantwortlichen im Saarland nicht zweimal sagen: Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seine Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) warben für das Saarland als Standort für die Elektroautos und Antriebsbatterien der Zukunft.

In Zweibrücken hieß es von der städtischen Wirtschaftsförderung zunächst: Wir haben nicht genug freie Flächen für Tesla. Nach einem kritischen Merkur-Kommentar bemühte man sich dann doch, die Federführung übernahm das Mainzer Wirtschaftsministerium.

Doch vergeblich. Der Traum von der „Gigafactory“ in Zweibrücken oder im Saarland ist jetzt offiziell geplatzt. Seit Dienstagabend (wir berichteten) ist klar: Brandenburg hat den Zuschlag bekommen.

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