Lebensmittel

Wurst-Skandal: Über 1000 Produkte im Handel

Die Waren des hessischen Wurstherstellers Wilke werden mit mehreren Todesfällen in Verbindung gebracht. Nun ist eine Liste mit den betroffenen Waren veröffentlicht worden.FOTO: dpa / Uwe Zucchi

Ludwigshafen/Trier. Lebensmittelkontrolleure in der Region arbeiten seit einer Woche auf Hochtouren. Täglich gibt es neue Meldungen von Betrieben, die Produkte des hessischen Herstellers erhalten haben. Verbraucher wissen oft nicht, ob sie betroffene Ware gekauft haben.

Wilke-Salami, geschnitten, zwei Mal 1000 Gramm, 13,99 Euro. So wirbt der Großhändler Metro, der unter anderem in Saarbrücken, Ludwigshafen und Trier Geschäfte betreibt, in seinem aktuellen Prospekt. Doch bereits vergangene Woche hat Metro die Wurst aus den Regalen genommen, wie der Händler in einer Pressemitteilung schreibt.

Alle Waren des hessischen Herstellers Wilke wurden zurückgerufen. Sie stehen im Verdacht, mit den gefährlichen Listerienkeimen belastet zu sein. Metro verkauft ausschließlich an Gastronomie oder Lebensmittelhändler. „Kunden, die die genannten Artikel noch vorliegen haben, werden gebeten, von dem Verzehr, der Verarbeitung sowie dem Weiterverkauf abzusehen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Auch der Lebensmittelfachgroßhändler Service Bund, der unter anderem ein Geschäft in Morbach im Kreis Bernkastel-Wittlich betreibt und Restaurants, Hotels oder auch Großküchen beliefert, hat Waren von Wilke aus dem Sortiment genommen. Der Händler fordert ebenso wie Metro seine Kunden auf, die Waren des hessischen Herstellers zurückzubringen.

top