Militärischer Fluglärm

Über der Region wird geübt wie immer

Ein F-16-Kampfflugzeug auf der US-Airbase in Spangdahlem. FOTO: picture alliance / dpa / Boris Roessler

Trier/Zemmer-Rodt. Auch nach dem Absturz des US-Kampfjets bei Zemmer-Rodt hat die Zahl der Militärflüge nicht abgenommen. Eine breite politische Diskussion bleibt in weiten Teilen der betroffenen Region bislang aus.

Es werde geübt wie immer, der Absturz eines F-16-Kampfjets vor zwei Wochen bei Zemmer-Rodt (Kreis Trier-Saarburg) hätte daran nichts geändert, sagt Patrick Fey. Er ist Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung. Die Bürgerinitiative beobachtet die Flugbewegungen, vor allem von Kampfjets, über dem Saarland und der Westpfalz. Über diesem Gebiet liegt die Übungszone namens TRA Lauter. Laut Fey verfügt die Bürgerinitiative über sechs eigene Radarstationen, die auch die Signale der Militärmaschinen auffange. Und laut dieser Daten habe der Flugbetrieb in der Übungszone nach dem Absturz wieder deutlich zugenommen, sagt Fey.

TRA Lauter ist ein in vier Zonen eingeteilter Bereich für militärische Übungsflüge. Die Übungsflüge dürfen von montags bis donnerstags von 8 bis 23 (im Sommer bis 21 Uhr) und freitags bis 13 Uhr genutzt werden. Neben TRA Lauter gibt es solche Zonen im Allgäu, in Friesland, in Franken, in Mecklenburg-Vorpommern und im Münsterland.

Die Mindestflughöhe in TRA Lauter liegt bei 3000 Metern. Kampfjets, die tiefer fliegen, werden nicht offiziell als Übungsflüge erfasst. Sie tauchen damit auch nicht in der Statistik des Bundesverteidigungsministeriums auf, die diese regelmäßig auf Anfrage von Grünen-Bundestagsabgeordneten vorlegt.

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