Strompreise ziehen an

Verbraucher werden kräftig zur Kasse gebeten

Weil unter anderem die Umlage für Ökostrom gestiegen ist, müssen Kunden in diesem Jahr zum Teil deutlich mehr für Strom zahlen. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte

Essen/TRier. Viele Stromversorger haben bereits zum Jahreswechsel die Preise angehoben. Doch die Preisrunde ist damit noch nicht vorbei. Innogy und die Stadtwerke Trier (SWT) haben angekündigt, die sogenannte Grundversorgung teurer zu machen.

Die Welle der Strompreiserhöhungen in Deutschland ebbt nicht ab. Für die Monate Februar bis April haben nach Zahlen des Vergleichs- und Vermittlungsportals Verivox 86 Versorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 8,1 Prozent angekündigt. Für eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden bedeute das Mehrkosten von rund 100 Euro pro Jahr. Betroffen seien rund 3,9 Millionen Haushalte. Im Januar hatten bereits 543 Grundversorger ihren Strom verteuert.

Bei der neuen Preisrunde sind laut Verivox jetzt auch die großen Stromversorger wie Eon und Innogy dabei. Der Essener Energieversorger Innogy verweist darauf, dass seine Preise in der Grundversorgung sieben Jahre lang stabil geblieben seien. „Die letzte Erhöhung hat es im März 2013 gegeben“, sagte ein Sprecher. Im Jahr 2015 seien die Preise sogar gesenkt worden. Innogy erhöht die Grundversorgungstarife laut Verivox um 9,6 Prozent. Die einstige RWE-Tochter ist künftig Teil des Eon-Konzerns, der damit zum mit weitem Abstand größten Stromversorger in Deutschland wird.

Auch die Stadtwerke Trier wollen den Grundversorgungstarif erhöhen, wie ein Sprecher bestätigte. Er spricht von einer Anpassung der Preise und nennt als einen Grund „energiewirtschaftliche Entwicklungen“. Gemeint sind damit wohl höhere Umlagen und Netzentgelte. Die sogenannte EEG-Umlage, die jeder Stromkunde zahlen muss und mit der der Ausbau erneuerbarer Energien finanziert wird stieg zum Jahreswechsel von 6,405 Cent je Kilowattstunde auf 6,756 Cent. Sie macht laut dem Vergleichsportal Verivox knapp ein Viertel des gesamten Strompreises aus. Ein weiteres Viertel des Strompreises entfalle auf die Stromnetzgebühren. Auch diese seien im neuen Jahr um rund vier Prozent gestiegen.

(dpa)
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