Hohenzollern

Gutachter im Bundestags-Kulturausschuss uneinig

Georg Friedrich Prinz von Preußen, Ururenkel des letzten deutschen Kaisers. FOTO: dpa / Ralf Hirschberger

Berlin. Repräsentanten der Demokratie und Nachfahren der Monarchie ringen noch immer um Rückgaben und Entschädigungen. Auch Wissenschaftler streiten.

Im Konflikt um mögliche Entschädigungen für die Nachfahren der letzten Monarchie in Deutschland haben Experten während einer Anhörung im Kulturausschuss des Bundestags keine einheitliche Position finden können. Die Abgeordneten befragten am Mittwoch in Berlin sieben eigens eingeladene Historiker, Juristen und Kunstexperten.

Im Kern ging es erneut um die Frage, ob die Hohenzollern in Person des damaligen Kronprinzen Wilhelm von Preußen (1882-1951) dem nationalsozialistischen System „erheblichen Vorschub geleistet“ haben. Dann bekämen die Familie nach dem Gesetz keine Entschädigung für Enteignungen.

Die historische Rolle der Hohenzollern mit Blick auf das NS-Regime wird in vier bisher bekannten Gutachten sehr unterschiedlich bewertet.

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