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Plastikmüllverbot: Verbände warnen vor Symbolpolitik

Berlin. (dpa) Das von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) angekündigte Plastiktütenverbot trifft bei Händlern und Umweltschützern auf Skepsis. Sowohl der Naturschutzbund Nabu als auch als der Handelsverband Deutschland (HDE) warnten am Montag vor Symbolpolitik.

Während der HDE das geplante Verbot kritisierte, lobte der Nabu den Vorstoß zwar, forderte aber weitergehende Regelungen. Uneins sind sich beide Verbände in der Bewertung der Rolle, die der Handel dabei spielt.

So teilte der Nabu mit, er begrüße, „dass die Ministerin endlich erkannt hat, dass freiwillige Maßnahmen des Handels allein nicht ausreichen, um uns aus der Kunststoffkrise zu führen.“ Ein Verbot allein könnte aber „zu gefährlichen Verlagerungen am Markt führen“. Eine Einwegpapiertüte sei in ihrer Ökobilanz nicht besser als eine aus Plastik. „Daher brauchen wir vielmehr eine gesetzliche Abgabe auf alle Einwegtaschen“.

Die Erlöse aus dieser Abgabe sollten, unabhängig vom Material, für die Entwicklung und Förderung umweltschonender Mehrwegalternativen eingesetzt werden, fordert der Verein. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sagte am Montag, ihr Ministerium arbeite bereits an Plastiktüten-Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen. Ein Verbot, wie von ihrer Kabinettskollegin Schulze angekündigt, lehnte die stellvertretende CDU-Vorsitzende ab.

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