Syrer stiehlt Laster, rammt mehrere Autos und verletzt acht Menschen

Vorfall in Limburg weckt böse Erinnerungen

Sieben Pkw und einen Kleintransporter schob der Syrer mit dem zuvor gestohlenen Laster an einer roten Ampel in Limburg zusammen. FOTO: dpa / Thorsten Wagner

Limburg/Berlin. Nach dem Vorfall denken viele an die Terroranschläge in Berlin und Nizza zurück – aber auch die Amokfahrt von Münster. Die Hintergünde sind allerdings noch völlig offen.

Der Mann stahl einen Lastwagen, rammte damit mehrere Autos und verletzte acht Menschen – doch die Hintergründe des Vorfalls von Limburg haben am Dienstag weiterhin Rätsel aufgegeben. „Auch wenn der Tathergang an die schrecklichen Anschläge von Nizza oder Berlin erinnert, ist das Motiv des festgenommenen Mannes nach wie vor unklar“, sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU). Der tatverdächtige Syrer habe nach derzeitigen Erkenntnissen keine Verbindungen in die gewaltbereite islamistische Szene gehabt.

Die für Terrorermittlungen zuständige Bundesanwaltschaft verzichtete am Dienstag darauf, den Limburger Fall an sich zu ziehen. Man habe das Geschehen aber im Blick und stehe in engem Kontakt mit den hessischen Strafverfolgungsbehörden, sagte ein Sprecher der Karlsruher Behörde auf Anfrage.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist der 32-Jährige, der seit 2015 in Deutschland lebt und seit 2016 einen subsidiären, also eingeschränkten Schutzstatus hat, bisher mit Drogendelikten und Gewaltkriminalität aufgefallen. Er war am späten Montagnachmittag in der hessischen Kleinstadt mit einem gestohlenen Lastwagen auf acht Autos aufgefahren und hatte sie ineinander geschoben. Dabei wurden neben dem Täter acht Menschen leicht verletzt.

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