Homburg bietet Zweibrücken Paroli

Pfälzisch-Saarländisches Feiertags-Einkaufsduell

Mit der symbolischen Grenzöffnung startete 2018 am saarländischen Feiertag Mariä Himmelfahrt in Zweibrücken wie in den Jahren zuvor der Saarländertag – eine Einkaufsveranstaltung mit Volksfestcharakter. Jetzt macht ihr Homburg mit einem verkaufsoffenen Feiertag Konkurrenz. FOTO: Elisabeth Heil

Zweibrücken/homburg. Geschäfte in der Pfalz profitieren davon, dass im Saarland Mariä Himmelfahrt Feiertag ist. Homburg will jetzt auch was vom Kuchen.

Der Kampf um Einkäufer hat begonnen – hier, im südwestlichsten Zipfel Deutschlands. Es geht um Mariä Himmelfahrt, das an diesem Donnerstag im sehr katholischen Saarland ein gesetzlicher Feiertag ist, aber im benachbarten Rheinland-Pfalz nicht. Von jeher fahren an diesem Tag daher viele Saarländer zum Einkaufen über die Landesgrenze. Vor allem die Geschäfte im direkt an der Grenze liegenden Zweibrücken profitieren von den saarländischen Kunden.

Doch dieses Mal soll alles anders werden. „Ihr müsst am Feiertag nicht in die Pfalz!“, heißt es frohlockend aus Homburg. „Jo, werklich!“ Erstmals werde es in der Stadt mit rund 40 000 Einwohnern einen verkaufsoffenen Feiertag im Saarland geben, und zwar den einzigen an diesem Tag an der Saar.

„Wir hoffen, dass wir ein Stück vom Kuchen abbekommen“, sagt die Vorsitzende des Gewerbevereins Homburg, Annette Germann, mit Blick auf einkaufswillige Bummler. Rund 50 Geschäfte warten in Homburg von 13 Uhr bis 18 Uhr auf Kunden. Und: Stadt und Verein stellen ein umfassendes Rahmenprogramm zusammen – mit XXL-Hüpfburg, Straßenmusik und Street Food. Man habe sich ganz viel Mühe gegeben.

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