Experte warnt trotz Häufung von Fehlbildungen bei Babys vor Panik

„Es gibt keinen Grund, besorgt zu sein“

Der Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte (BVF), Christian Albring FOTO: www.Schoelzel.net / Andreas Schoelzel

Berlin. Der Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte warnt trotz der Häufung von Hand-Fehlbildungen bei Babys vor voreiligen Schlüssen.

Nach einer Häufung von Fehlbildungen bei Babys in einer Gelsenkirchener Klinik machen sich viele werdende Eltern Sorgen über ihren noch ungeborenen Nachwuchs. Der Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte (BVF), Christian Albring, nennt mögliche Ursachen und Gegenmaßnahmen.

Herr Albring, drei Babys mit deformierten Händen innerhalb von zwölf Wochen in einer Klinik – ist das Zufall, oder steckt mehr dahinter?

ALBRING Das wissen wir nicht. Fehlbildungen der Hände oder Füße sind sehr selten, sie treten mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 1:10 000 auf. Dass innerhalb weniger Wochen drei solcher Fälle auftreten, scheint zunächst zwar ungewöhnlich. Aber es gibt in Deutschland kein Fehlbildungs-Register, und deshalb erlauben diese Meldungen zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt keine Einschätzung und Aussage.

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