Gesundheitsökonom Jürgen Wasem fordert mehr Pfleger in Kliniken

„Risiken für Patienten verhindern“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Kankenhäuser dazu verpflichten, eine Mindestanzahl von Pflegekräften auf den Stationen vorzuhalten. Dabei sollen gut ausgestattete Kliniken als Maßstab dienen.FOTO: dpa / Sven Hoppe

Berlin. Der Gesundheitsökonom verteidigt die von Minister Spahn geplanten strengeren Personalvorgaben in Kliniken.

Um Patienten optimal zu versorgen, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Personalvorgaben für Pflegekräfte in Krankenhäusern verschärfen. Für Bereiche wie Intensivstationen oder die Unfallchirurgie gelten schon seit Januar entsprechende Personaluntergrenzen. Vom kommenden Jahr an sollen sie auch in der Herzchirurgie, Neurologie und für Schlaganfallpatienten greifen. Untergrenzen gefährdeten die medizinische Versorgung, warnt die Deutsche Krankenhausgesellschaft. Der Essener Gesundheitsökonom Jürgen Wasem hält sie hingegen für nötig.

Herr Wasem, ist Spahn mit seinen Plänen gut beraten?

WASEM Es ist grundsätzlich richtig, Personaluntergrenzen einzuziehen. Das sind ja nur die Mindestvorgaben. Sie sollen verhindern, dass durch eine zu dünne Personaldecke Risiken für die Patienten entstehen.

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