Faktencheck

Fakten statt Fake News? - Umstrittene AfD-Studie präsentiert

Parteibroschüren der Alternative für Deutschland (AfD). Foto: Markus Scholz/dpa FOTO: Markus Scholz

Berlin. „Alternative Fakten“ wurde zum Unwort des Jahres 2017 gewählt. Experten sagen: Fake News und Verschwörungstheorien haben heute Hochkonjunktur. Die AfD hat jetzt eine umstrittene Faktensammlung veröffentlicht.

Die hessische AfD-Landtagsfraktion hat diese Woche eine 128-seitige Datensammlung mit dem Titel „Wie es wirklich um Deutschland steht - Fakten statt Fake News“ erstellt.

Vorgestellt wurde das Papier vom Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktion, Frank Grobe. Doch auch der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen bekundete seine Unterstützung für die „Studie“. Er sagte, seine Partei wolle nachprüfbare Fakten für die politische Debatte liefern. Allerdings halten manche zentrale Schlussfolgerungen, die von der AfD gezogen wurden, einer Überprüfung nicht stand. Einige Beispiele:

TREIBHAUSGASE: Die AfD sagt, obwohl Deutschland 2018 die
viertgrößte Volkswirtschaft der Welt gewesen sei, habe es vergleichsweise wenig Treibhausgase ausgestoßen. Tatsächlich haben China, Indien und die USA mit mehr als 50 Prozent den weltweit höchsten Anteil an energiebedingten Emissionen von Kohlendioxid (CO2). Wissenschaftler machen das Gas für den Klimawandel mit verantwortlich. Mit insgesamt mehr als drei Milliarden Menschen leben in diesen drei Staaten allerdings auch rund 40 Prozent der Weltbevölkerung.

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