Neues Nutri-Score-Logo für Lebensmittel

Wer die gesunde Wahl hat

Das aus Frankreich stammende Nutri-Score-Logo soll auf einen Blick zeigen, ob Lebensmittel Dickmacher sind oder nicht. FOTO: dpa / Patrick Pleul

Berlin. Welcher Joghurt weniger Kalorien hat und welche Tiefkühlpizza mehr, sollen Kunden möglichst auf einen Blick erkennen können – mit dem neuen farbigen Logo Nutri-Score.

Gesund ist, was grün ist. Und mit einem großen A oder einem B gekennzeichnet. So lässt sich in knappen Worten das neue Lebensmittellogo beschreiben, das künftig Verbrauchern die Kaufentscheidung leichter machen soll. Als Julia Klöckner vor die Kameras tritt, wirkt es denn auch fast so wie eine Preisverkündung. Doch allzu spannend macht die Rheinland-Pfälzerin es nicht: Sie werde die Einführung von Nutri-Score vorschlagen, sagt die Bundesernährungsministerin von der CDU am Montag in Berlin.

Auf den Namen und das dazugehörige Logo mit fünf Farben können sich Kunden nun also schon mal einstellen – als neue ergänzende Kennzeichnung, die möglichst auf einen Blick zeigt, ob Fertigprodukte „Dickmacher“ sind oder nicht. Damit das Logo die Läden erobern kann, sollen bis Mitte 2020 die Voraussetzungen dafür stehen.

Seit Jahren wird über eine Extra-Kennzeichnung diskutiert, die bei einer gesünderen Ernährung und dem Kampf gegen Übergewicht helfen soll. Lange kreiste der Streit um eine aus Großbritannien stammende „Ampel“ mit Symbolen in rot, gelb oder grün für Zucker, Fett und Salz. Ebenso lange wehrte die Lebensmittelbranche das aber scharf ab. Für eine möglichst breit getragene Lösung holte Klöckner Verbraucherschützer und die Wirtschaft ins Boot und ließ insgesamt vier Kennzeichnungs-Modelle in einer großen Verbraucherbefragung testen. Klarer Gewinner in nahezu allen Kategorien: Nutri-Score.

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