Neues Siegel für die Textilbranche

Ein „Grüner Knopf“ gegen Hungerlöhne und Ausbeutung

Bangladesch, Dhaka: Die Textilfabrik Rana Plaza in Trümmern. Im April 2013 starben dort mehr als 1130 Menschen. FOTO: dpa / Abir Abdullah

Berlin. Viele Bekleidungsfirmen lassen Textilien in Ländern produzieren, in denen widrige Arbeitsbedingungen die Norm sind. Ein neues Siegel soll helfen, damit Schluss zu machen.

Der „Grüne Knopf“ soll künftig Kleidungsstücke markieren, die unter Einhaltung von sozialen und ökologischen Mindeststandards hergestellt wurden. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU), der das Projekt aus der Taufe gehoben hat, stellte das neue staatliche Textilsiegel am Montag vor.

Warum soll es ein solches Siegel überhaupt geben?

Im April 2013 war in Bangladesch das achtgeschossige Fabrikgebäude Rana Plaza eingestürzt, in dem viele internationale Konzerne ihre Textilien nähen ließen. 1135 Menschen kamen damals ums Leben. Dieses Unglück hat den Blick dafür geschärft, dass in der Textilwirtschaft weltweit bis zu 150 Millionen Menschen unter oftmals erbärmlichen Bedingungen arbeiten.

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