Fosters Leben und ihre Karriere sind tief geprägt vom Nordirland-Konflikt. Als achtjähriges Mädchen schossen Anhänger der Irish Republican Army (IRA) ihrem Vater, einem nebenberuflichen Polizisten, in den Kopf. Sie musste mit ansehen, wie er blutüberströmt und „auf allen Vieren“ in die Küche des heimischen Bauernhauses kroch. Er wurde schwer verletzt, überlebte aber. Einige Jahre später saß Foster mit Klassenkameraden in einem Schulbus, der Ziel eines IRA-Bomben-Anschlags wurde. Während ihres Studiums in Belfast startete Foster ihre politische Karriere, schloss sich der pro-britischen UUP an und wurde Abgeordnete in ihrer ländlichen Heimat, der Grafschaft Fermanagh.

Unter anderem aus Protest gegen das Karfreitagsabkommen, das den blutigen Unruhen ein Ende setzte, verließ sie 2004 die Partei und wurde Mitglied der DUP. In der Partei durchlief die dreifache Mutter in der nordirischen Regionalregierung mehrere Stationen, war Umweltministerin, Handelsministerin und Finanzministerin. Anfang 2016 übernahm Foster das Amt der Ministerpräsidentin und regierte in einer Zwangskoalition mit dem Vizechef Martin McGuinness von der katholisch-republikanischen Partei Sinn Fein. Anfang 2017 zerbrach die Regierung. Umso mehr kam es ihr gelegen, seitdem von den Konservativen umgarnt zu werden.


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