Ein weiteres Jahr 2. Liga würde die Hanseaten auch finanziell treffen, der Personaletat müsste weiter gekürzt werden. Ein Verbleib von kostspieligen Leistungsträgern wie Douglas Santos und des in Berlin zunächst nicht berücksichtigten Top-Torjägers Pierre-Michel Lasogga stünden im Zweifel. Zumindest Holtby wird wohl nie wieder Teil des HSV-Profiteams sein, auch wenn der 28-Jährige am späten Sonntagabend über die sozialen Netzwerke öffentlich eine „Kurzschlussreaktion“ eingestand, als er Wolf darum bat, nicht mit nach Berlin zu müssen. Doch stehen diese selbst gemachten Probleme sinnbildlich für die prekäre Lage. Wenn es gut lief, klopfte sich Holtby in der Vergangenheit stets als einer der Ersten auf die Raute, nun ließ der Streik-Profi seine Mitspieler im Stich.

Jetzt fahndet der HSV für die letzten drei Spiele nach Führungsspielern – bisher vergeblich. „Wir haben zu wenig Leute, die vorneweg gehen, die die Mannschaft mitziehen“, sagte Becker als vernichtendes Urteil über die Kaderstruktur.


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