2. Fußball-Bundesliga

Aue protestiert, DFB ermittelt, Schiri unter Beschuss

Aue/Berlin. Der Fußball-Zweitligist aus dem Erzgebirge ist nach dem Tor-Klau im Saisonfinale immer noch entsetzt.

Einen Tag nach den fatalen Fehlentscheidungen im Saisonfinale hat sich der Ärger bei Erzgebirge Aue nicht gelegt – ganz im Gegenteil. Der Fußball-Zweitligist und ein Mitglied des Stadtrates fahren mit der Andeutung eines Manipulationsverdachts ganz schwere Geschütze auf. Ob das für den ohnehin aussichtslos erscheinenden Widerspruch gegen die Wertung des 0:1 am Sonntag bei Darmstadt 98 hilfreich ist, darf bezweifelt werden.

Dennoch legte der Club gestern Protest ein und begründete dies mit „drei eklatanten Fehlentscheidungen durch das Schiedsrichterteam unter der Leitung von Sören Storks“. Allerdings handelt es sich um Tatsachenentscheidungen des Unparteiischen, die nicht angetastet werden dürfen. Außerdem teilten die Veilchen mit, dass man sich „weitere strafrechtliche und schadensersatzrechtliche Schritte gegen das Schiedsrichterteam wegen des Verdachts der Spielmanipulation“ vorbehalte.

Zuvor hatte Aues Stadtrat Tobias Andrä bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt Strafanzeige gegen Storks (29) gestellt. „Für mich besteht zumindest der Anfangsverdacht des Betrugs, und die Vergangenheit im Sport hat gezeigt, dass man ein waches Auge auf solche Sachen haben sollte“, sagte der Politiker. Der Vorwurf des Vorsatzes sei „entschieden zurückzuweisen“, sagte Lutz Michael Fröhlich, Schiedsrichter-Boss im DFB, als Reaktion auf die Vorwürfe: „Das Spiel ist aus Schiedsrichter-Sicht nicht gut gelaufen. Aber Fehler können passieren, das ist menschlich.“

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