Vereine befürchten Werbeprobleme

Die Zweitligisten ärgern sich über Sky

Die Mikrofone von Sky werden künftig nicht mehr bei jedem Zweitligaspiel live hingehalten.FOTO: dpa / Arne Dedert

Berlin. Bezahlsender muss sparen und besetzt nicht mehr jedes Spiel mit Reportern. Clubs mit Marketingproblemen.

In der 2. Fußball-Bundesliga rumort es. Viele Clubs sind verärgert über Sky. Der Pay-TV-Sender ist zwar der größte Geldgeber der Liga – er gefährdet aber durch eigene Sparmaßnahmen aus Sicht der Clubs die Einnahmen aus Marketing und Sponsoring. Sky besetzt nicht mehr alle Spiele der 2. Liga mit Reportern vor Ort. Viele Clubvertreter, vor allem von kleineren Vereinen, werten das als Geringschätzung. Problematisch sehen sie das zudem, weil es dadurch keine Interviews vor den Sponsorenwänden der Clubs gibt.

„Die aktuelle Vorgehensweise schädigt das Produkt, das Sky gemeinsam mit den Vereinen auf ein Niveau gehoben hatte, um das uns ganz Europa beneidet“, kritisierte Holstein Kiels Geschäftsführer Wolfgang Schwenke. Er beklagte die „negativen Auswirkungen für unser Marketing“. Geschäftsführer Michael Voigt vom FC Erzgebirge Aue sagte: „Vor allem für unsere Haupt- und Premiumsponsoren ist die Wiedererkennung auf den Stellwänden bei den Interviews von nicht unwesentlicher Bedeutung.“ Arminia Bielefelds Geschäftsführer Markus Rejek befürchtet einen „Qualitätsverlust in der Übertragung“. Dabei leiden vor allem kleinere Clubs. Der 1. FC Köln zum Beispiel ist „von der Maßnahme nicht betroffen“, bestätigte Geschäftsführer Alexander Wehrle.

Der Sender bestätigte, dass man „aufgrund einer redaktionellen Entscheidung bei einzelnen Zweitliga-Spielen nicht vor Ort“ sei. Die Partien werden aus einer sogenannten Box heraus am Standort des Unternehmens aus Unterföhring kommentiert. Ein Verfahren, das auch bei anderen Sport-Anbietern wie DAZN oder Eurosport üblich ist. Um wie viele Partien es sich handelt, wollte Sky nicht verraten.

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