Tennis

Zverev durchlebt seine erste echte Krise

Auch beim ATP-Turnier in Rom war Alexander Zverev von seiner Bestform meilenweit entfernt. Vor den French Open ist der Tennisprofi aus Hamburg in eine tiefe Krise gerutscht. FOTO: dpa / Andrew Medichini

Rom. Dem Tennisstar aus Hamburg wachsen die Probleme auf und neben dem Platz über den Kopf – und das kurz vor den French Open.

Es hat ein wenig gedauert, doch mittlerweile ist auch in Alexander Zverev die Erkenntnis gereift: So kann es nicht weitergehen! Die Krise des erfolgsverwöhnten Tennisstars aus Hamburg hat wenige Tage vor den French Open (ab 26. Mai) derart dramatische Ausmaße erreicht, dass nur noch drastische Maßnahmen helfen. „Erstmal fasse ich den Schläger ein paar Tage nicht an“, sagte Zverev nach seiner Auftaktpleite in Rom: „Ich habe keine Lust, Tennis zu spielen.“

Zumindest nicht in dieser Verfassung. Die Probleme auf und neben dem Platz sind ihm über den Kopf gewachsen. Selbst vermeintliche Kleinigkeiten bringen Zverev derzeit aus der Fassung. Nach dem 5:7, 5:7 im Foro Italico gegen Lokalmatador Matteo Berrettini klagte Zverev über den Wind und die Match-Vorbereitung. Dabei kritisierte er sein eigenes Team. „Wir waren so weit entfernt von aller Professionalität in dieser Woche“, sagte er: „Darüber müssen wir reden.“

Ins Detail ging Zverev nicht, dafür war er zu „sauer und enttäuscht“, allerdings ließ er durchblicken, dass er auf der Suche nach dem Gleichgewicht ist. „Ich bin auf den Platz gegangen und war vor dem Spiel schon komplett tot“, sagte er. Zu viele Termine, zu viele Pflichten belasten ihn. Schon vor dem Match gegen Berrettini hatte Zverev gesagt: „Ich habe letztes Jahr aus einem Grund so gut gespielt: Ich hatte nichts anderes zu tun außer Tennis.“

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