Basketball-WM

WM-Aus für die USA: Erstmals seit 17 Jahren keine Medaille

NBA-Center Rudy Gobert (l) führte die Franzosen zum Sieg. Foto: Zhu Zheng/XinHua FOTO: Zhu Zheng

Dongguan. Nach der Schmach von Dongguan verschwanden die US-Basketballer schnell und mit hängenden Köpfen in die Kabine.

Durch teils haarsträubende Fehler in der Schlussphase verlor der Top-Favorit sensationell das WM-Viertelfinale gegen Frankreich mit 79:89 (39:45) - damit geht die Basketball-Großmacht erstmals seit der Heim-WM 2002 bei einem großen Turnier leer bei der Medaillenvergabe aus. Die Absage zahlreicher NBA-Stars für die Welttitelkämpfe in China wollte Erfolgstrainer Gregg Popovich aber nicht als Grund für das Verpassen des Halbfinals gelten lassen.

„Das ist respektlos. Frankreich hat uns geschlagen. Es ist egal, wer im Team ist“, sagte Trainer-Altmeister Popovich und erwies sich als fairer Verlierer. Auch Topscorer Donovan Mitchell reagierte genervt auf die Fragen nach den fehlenden Superstars. „Ich habe es satt, wenn Leute fragen, wer nicht hier ist. Sie wollten nicht kommen, das ist ihr Ding. Wir haben elf andere Jungs hier in diesem Raum, die antreten wollten“, sagte der Point Guard der Utah Jazz.

Der Titelverteidiger und fünfmalige Weltmeister verpasste durch die erste Niederlage bei einem großen Turnier seit dem verlorenen WM-Halbfinale 2006 gegen Griechenland nicht nur die Vorschlussrunde, sondern auch die Chance, als erstes Team dreimal nacheinander WM-Champion zu werden. Popovich lobte trotzdem nach der historischen Niederlage sein Team. „Ich könnte nicht stolzer sein auf diese zwölf Jungs, die ihren Sommer geopfert haben, noch nie zusammen gespielt haben und hier hergekommen sind“, sagte der 70-Jährige. Zuvor hatten die USA seit WM-Bronze 2006 in 58 aufeinanderfolgenden Spielen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen nicht verloren.

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