Champions League

Wiedergutmachung gefragt: Bayer geht Risiko in Madrid

Muss mit Leverkusen bei Atlético ran: Bayer-Coach Peter Bosz. Foto: Marius Becker/dpa FOTO: Marius Becker

Madrid. Die klare Ansage von Club-Chef Fernando Carro ist angekommen.

„Wir müssen so viel Risiko eingehen, dass wir das Spiel am Ende gewinnen“, sagte Trainer Peter Bosz und kündigte vor dem Champions-League-Spiel von Bayer Leverkusen bei Atlético Madrid am Dienstag (18.55 Uhr/DAZN) einen mutigen Auftritt an. „Atlético kassiert normalerweise wenig Gegentore“, sagte Bosz: „Aber wir schießen normalerweise viele. Auch auswärts. Deshalb wird das interessant.“

Carro war aus geschäftlichen Gründen schon vorgereist und hatte aus seiner Heimat vor dem Abflug eine deutliche Vorgabe gesandt: Im dritten Champions-League-Spiel muss der Bundesligist endlich anfangen zu punkten. „Für den Verein ist es grundsätzlich sehr wichtig, nicht gleich in der Gruppenphase auszuscheiden“, sagte Carro nach null Punkten aus den ersten beiden Spielen der Deutschen Presse-Agentur: „Das wollen wir unter allen Umständen verhindern.“ Der in Barcelona geborene Carro glaubt „als hartnäckiger und unbeirrbarer Optimist“ an die Chance. „Aber die haben wir nur, wenn wir am Limit spielen.“

So sieht es auch Sportchef Rudi Völler, der beim um eine halbe Stunde verspäteten Abflug in Köln zwar noch kämpferisch, aber doch auch etwas angespannter wirkte als sonst. „Nach zwei Niederlagen haben wir schon eine gewisse Drucksituation“, sagte Völler: „Wir müssen punkten, und am besten fangen wir in Madrid damit an.“

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