Champions League

Trotz Ergebniskrise: Leipzig will Zenit taktisch überrumpeln

Gut gelaunt: Leipzig-Coach Julian Nagelsmann. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa FOTO: Jan Woitas

Leipzig. Mit einem Sieg gegen Zenit St. Petersburg kann RB Leipzig in der Champions League am bisherigen Spitzenreiter der Gruppe G vorbeiziehen. Doch nach vier sieglosen Partien ist das Duell mit dem russischen Fußballmeister am Abend eine knifflige Aufgabe.

Die Vorzeichen sprechen für das Team von Zenit-Trainer Sergej Semak. Der frühere Nationalmannschaftskapitän will von einer RB-Krise nichts wissen. „Das Niveau der Bundesliga ist entsprechend hoch. Wir sehen, dass alle Mannschaften - auch Bayern - die Punkte verlieren, deswegen sehe ich da keine Probleme“, sagte Semak. RB-Coach Julian Nagelsmann versucht derweil, Druck vom Team zu nehmen: Ein Sieg sei „keine Pflicht“, aber es wäre ratsam „die Spiele zu gewinnen, wenn man weiterkommen möchte“, betonte er.

ZENIT-TORFABRIK: Die Offensive von Zenit läuft derzeit auf Hochtouren: zwölf Treffer in den letzten drei siegreichen Spielen. Kein Wunder, dass Nagelsmann vor Stürmer Artjom Dsjuba warnt. „Dsjuba hat eine gute Präsenz, er kann die Bälle gut ablegen. Und Zenit spielt viel über die Flügel und sucht mit Flanken den 1,96 Meter großen Stürmer“, analysierte Nagelsmann. Torhüter Peter Gulacsi warnte seine Vorderleute vor „den guten Abschlüssen aus der zweiten Reihe“.

ZU-NULL-ZIEL: Gegen die russische Offensive will Gulacsi zu alten Tugenden zurückkehren. Er sehe trotz der durchwachsenen Ergebnisse „keine dramatische Situation“. Er will aber mit der besten Abwehr der Liga in der Vorsaison an die Stärken erinnern. „Es ist notwendig, um Spiele zu gewinnen, die Null zu halten“, meinte der Ungar.

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