800 Millionen-Ausstiegsklausel

Transfer von Griezmann perfekt - Protest bei Atlético

Wechselt von Atlético Madrid zum FC Barcelona: Antoine Griezmann. Foto: Manu Fernandez/AP FOTO: Manu Fernandez

Madrid. Nach monatelangem Geschacher ist der Wahnsinnstransfer von Frankreichs Fußball-Weltmeister Antoine Griezmann perfekt - zumindest fürs Erste.

Für 120 Millionen Euro Ablöse und mit einem Fünfjahresvertrag bis 2024 ausgestattet, der eine Ausstiegsklausel von unfassbaren 800 Millionen Euro enthält, wechselt der umworbene Stürmerstar von Atlético Madrid zu seinem Wunschverein FC Barcelona. „Antoine Griezmann ist einer der besten Spieler der Welt“, jubelte der Verein. „Dies ist sein nächster Karriereschritt.“ Auf Twitter verbreitete der Club Bilder mit Griezmann im Barca-Trikot und mit dem Zusatz: „C'est magnifique!“ (Das ist wundervoll!). Atlético aber protestierte am Nachmittag überraschend.

Der von einem Anwalt des Franzosen bei La Liga hinterlegte Betrag von 120 Millionen Euro sei nicht ausreichend, um den noch bis 2023 laufenden Vertrag in Madrid zu lösen, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Als Grund gab Atlético an, dass sich Griezmann und Barcelona bereits über den Wechsel einig geworden seien, als die Ausstiegsklausel noch 200 Millionen Euro betragen habe. Diese war am 1. Juli auf 120 Millionen Euro gesunken.

Darüber hatte sich der Hauptstadtclub zuvor bereits beschwert und den Katalanen unseriöse Verhandlungstaktiken vorgeworfen - denn Griezmann und Barça sollen bereits seit Februar verhandelt und im März eine Vereinbarung über einen Transfer getroffen haben. Da spielte Madrid noch in der Champions League und kämpfte in der Meisterschaft mit Barcelona um den Titel. Auch deshalb hatten die Rojiblancos einer Ratenzahlung der Ablöse bis zuletzt nicht zugestimmt.

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