Buschbrände

Tennis in schlechter Luft: Australian Open betroffen

Die Buschbrände machen auch den Tennisspielern in Melbourne zu schaffen. Foto: Michael Dodge/AAP/dpa FOTO: Michael Dodge

Melbourne. Trotz der Buschbrände in Australien geht der Sport im Land weiter. Doch kurz vor Beginn der Australian Open sind erschreckende Bilder von den Tennisplätzen zu sehen. Die Kritik an den Organisatoren nimmt zu, Roger Federer&Co. versuchen, mit Benefiz-Aktionen zu helfen.

Tennisprofis mit Atemproblemen, Spielabbrüche und heftiger werdende Kritik an den Turnierchefs: Kurz vor Beginn der Australian Open bedrohen die Buschbrände auch das größte Sportereignis auf dem Kontinent.

Einen Tag vor den geplanten Benefizspielen mit Roger Federer, Rafael Nadal und Serena Williams (Mittwoch, 9.00 Uhr/Eurosport) behinderte die verrauchte Luft in Melbourne den Auftakt der Qualifikation für das erste Grand-Slam-Turnier des neuen Jahres. Doch während die Bevölkerung in der australischen Metropole aufgefordert wurde, wegen der rekordverdächtig schlechten Luft drinnen zu bleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten, mussten die Spielerinnen und Spieler ungeachtet der schlechten Luftqualität raus auf die Tennisplätze.

„Über Nacht ist die Luft in Melbourne weltweit am schlechtesten geworden“, sagte der zuständige Gesundheitsbehörden-Chef Brett Sutton Reportern. „Das ist eine neue Erfahrung für uns alle“, sagte Turnierdirektor Craig Tiley. Seit Monaten wüten vor allem im Südosten des Kontinents heftige Buschbrände. Nach Angaben der Regierung kamen bislang 28 Menschen ums Leben. Hunderte Millionen Tiere sind nach vorsichtigen Schätzungen von Wissenschaftlern allein im Bundesstaat New South Wales getötet worden.

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