Nach Kreuzbandriss

Süle-Aus trifft auch Löw: Umdenken bei Hummels für EM?

Nach der Verletzung von Niklas Süle muss sich Bundestrainer Joachim Löw Gedanken machen. Foto: dpa FOTO: Federico Gambarini

München. Niklas Süle reagierte nach der bitteren Diagnose der Ärzte kämpferisch. „Wer es einmal schafft, schafft es jedes Mal wieder!!!“, lautete die kurze Botschaft des Fußball-Nationalspielers, die der 24-Jährige am Sonntag verbreitete.

Der Schmerzensschrei des Abwehrhünen im Augsburger Stadion hatte keine 24 Stunden zuvor nicht nur bei den Bayern arge Befürchtungen ausgelöst. Auch für Joachim Löw waren die Bilder und der später bestätigte Kreuzbandriss ein Schock.

„Das ist eine ganz bittere Nachricht“, äußerte der Bundestrainer in einer DFB-Mitteilung. Die Genesungswünsche im Namen „aller“ beim Nationalteam verband Löw am Sonntag mit einer klaren Einschätzung der Lage: „Sein Ausfall ist auch für uns schmerzlich und beeinträchtigt die Entwicklung unserer im Umbruch befindlichen jungen Mannschaft.“

Der monatelange Ausfall des Abwehrchefs trifft Löw acht Monate vor der EM-Endrunde noch heftiger als den FC Bayern, der auch ohne den 24-jährigen Süle im Abwehrzentrum qualitativ und quantitativ ausreichend bestückt ist. Und die DFB-Auswahl? Da heißen die besten Innenverteidiger nach Löws Radikalumbruch Matthias Ginter, Antonio Rüdiger, Jonathan Tah, Niklas Stark und Robin Koch, den Löw gerade erst zum Nationalspieler beförderte. „Niklas ist ein Gesicht der jungen Spieler-Generation, der wir im Rahmen des Neuaufbaus viel Raum geben, er war ein Fixpunkt in unseren Planungen und hatte sowohl im Club als auch bei uns seine regelmäßigen Einsätze“, erklärte Löw.

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