Olympia-Verschiebung

Sportpsychologe Weidig rät: „Schaltet jetzt auf Durchzug!“

Thorsten Weidig betreut als Sportpsychologe Sportler und Sportlerinnen. Foto: Christian Charisius/dpa FOTO: Christian Charisius

Hamburg. Die Verschiebung der Olympischen Spiele war zu erwarten. Dennoch müssen die Sportler lernen, sich erst einmal damit abzufinden. Sportpsychologe Thorsten Weidig empfiehlt seinen Klienten, sich zunächst um andere Dinge als Sport zu kümmern.

Die Absage der Olympischen Spiele in diesem Sommer in Tokio war wegen der Corona-Pandemie erwartet worden. Nun beginnt für viele Sportler eine neue Phase der Unsicherheit.

Über das Sportliche hinaus stehen Lebensentwürfe oder berufliche Pläne durch die Verschiebung zur Disposition. Die Unsicherheit gehe „einher mit einem entsprechenden Gefühlschaos von Hilflosigkeit und vielleicht auch Ängstlichkeit, aber auch Ärger, weil man sich vorbereitet hat und jetzt nicht kann“, sagte Sportpsychologe Thorsten Weidig der Deutschen Presse-Agentur. Wichtig ist aus Sicht des 46-Jährigen, der auch Sportler am Olympiastützpunkt in Hamburg betreut, dass die Athleten erst einmal eine Distanz zu den Ereignissen schaffen.

Die Olympischen Spiele sind nach langem Zögern wegen der Corona-Krise verschoben worden. Ist es entlastend für die Sportlerinnen und Sportler, dass jetzt Klarheit besteht?

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