Heim-Weltmeisterschaften

Seitz und Klessing verpassen Medaille

Die deutsche Turnerin Elisabeth Seitz am Stufenbarren. Foto: Tom Weller/dpa FOTO: Tom Weller

Stuttgart. Die deutsche Turnerin Elisabeth Seitz hat bei den Heim-Weltmeisterschaften in Stuttgart eine krönende Medaille verpasst. Die 25-Jährige riskierte im Gerätefinale am Stufenbarren alles, musste aber bei einer Verbindung vom oberen zum unteren Holm an ihrem Lieblingsgerät absteigen.

Durch den Abzug von mindestens einem Punkt bekam Seitz nur 13,566 Zähler und wurde damit Achte und Letzte im Finalfeld. „Ich habe mir einen Namen gemacht. Letztlich habe ich gesehen, dass ich mit meinen stolzen 25 Jahren noch immer zur Weltspitze gehöre. Und habe mir diesmal sogar bewiesen, dass ich auch im Mehrkampf dazu gehöre, und zwar ganz vorne. Das ist zusätzliche Motivation für die Olympischen Spiele nächstes Jahr“, sagte Seitz keineswegs enttäuscht.

Für die Stuttgarterin, die im Mehrkampf-Finale Sechste geworden war, reichte es nach Barren-Bronze bei der WM 2018 in Doha nicht zum zweiten WM-Edelmetall. In dem hochklassigen Finale habe sie „alles riskieren“ müssen, sagte sie. „Es war eine bombastische Stimmung, ich habe selten eine WM so toll erlebt, besonders schön.“ Jetzt will sie erstmal etwas die Beine hochlegen und ihre Erkältung auskurieren.

Weltmeisterin wurde erneut die Belgierin Nina Derwael (15,233 Punkte) vor der Britin Rebecca Downie (15,000) und der erst 16-jährigen US-Turnerin Sunisa Lee (14,800). „Über Platz fünf mit einer sicheren Übung hätte sie sich auch nicht gefreut“, befand Reck-Olympiasieger Fabian Hambüchen über Seitz, die dennoch stolz auf ihre WM-Auftritte war und hervorragende Werbung für ihren Sport machte.

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