Coronavirus-Pandemie

Schach matt in Jekaterinburg: WM-Kandidatenturnier gestoppt

Auch für Schach-Großmeister Fabiano Caruana ist das Kandidatenturnier in Jekaterinburg beendet. Foto: Soeren Stache/dpa FOTO: Soeren Stache

Jekaterinburg. Zuerst die Fußball-EM, dann Olympia. Nur die Schachwelt hielt trotz Corona-Pandemie weiter an ihrem Kandidatenturnier fest. Doch nun wird auch eines der letzten großen noch laufenden Sportevents gekappt. Es war ohnehin „ein Fest während der Pest“, befand ein Großmeister.

Das Kandidatenturnier zur Schach-Weltmeisterschaft im russischen Jekaterinburg wird gestoppt und damit zu einer großen Hängepartie mit ungewissem Ausgang.

Angesichts der Coronavirus-Pandemie könne man die sichere und rechtzeitige Heimreise der acht Spieler und aller Begleiter nicht gewährleisten, teilte der internationale Schachverband (Fide) mit. „Wir haben uns nun in dieser Situation dazu entschieden, das Turnier zu stoppen“, sagte Fide-Chef Arkadi Dworkowitsch. Hintergrund ist die Entscheidung der russischen Regierung, wegen der Ausbreitung des Coronavirus keine Flüge ins Ausland mehr zu erlauben.

Die weiteren Runden der acht Großmeister in der Metropole Jekaterinburg am Ural sollten zu einem späteren Zeitpunkt mit dem jetzigen Spielstand in der 8. Runde fortgesetzt werden. Wann das sein soll, war zunächst nicht bekannt. Dworkowitsch sagte der Agentur Tass, dass das Turnier zum Jahresende wieder aufgenommen werde - und wäre damit allerdings auf Kollisionskurs mit dem WM-Finale zwischen Norwegens Weltmeister Magnus Carlsen und dem siegreichen Kandidaten.

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