Unzufriedener Weltmeister

Parade-Bayer Müller in „Not“-Lage - Abschied im Winter?

Beim FC Bayern nur noch Teilzeitkraft: Thomas Müller. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa FOTO: Jan Woitas

München. Die Traumbeziehung zwischen Thomas Müller und dem FC Bayern München wird auf eine harte Probe gestellt. Nach einem Gespräch mit Trainer Niko Kovac lässt sich der Fußball-Weltmeister von 2014 für seine Zukunft alle Optionen offen.

„Ein Trainer muss vor jedem Spiel schwierige Entscheidungen treffen. In den vergangenen fünf Spielen war allerdings ein Trend zu erkennen, der mich nicht glücklich macht“, sagte Müller in einem „Kicker“-Interview. „Wenn das Trainerteam mich in Zukunft nur noch in der Rolle des Ersatzspielers sieht, muss ich mir meine Gedanken machen. Dafür bin ich einfach zu ehrgeizig.“

Nach wiederholten Frusterlebnissen als Bankdrücker wird über die Zukunft des 30-Jährigen spekuliert. Laut „Sport Bild“ erwägt der dienstälteste Münchner Profi, den deutschen Meister schon in diesem Winter verlassen. Begründet wird die These mit mangelnder Einsatzzeit unter Trainer Kovac. Dazu soll Müller Wertschätzung vermissen.

„Ganz so lustig“ sei das Thema für ihn nicht, sagte Müller zu seiner Situation. Beim 1:2 gegen Hoffenheim musste der Offensivmann zum fünften Mal nacheinander zu Spielbeginn draußenbleiben - das gab's zuletzt vor mehr als einem Jahrzehnt. Zu allem Übel musste Müller noch vernehmen, dass Kovac ihn vor dem Anpfiff völlig unnötig zum Notnagel degradierte. „Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen“, hatte Kovac gesagt.

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