Coronavirus-Pandemie

Olympia-Verschiebung: Sportler erleichtert - viele Fragen

Nach der Absage der Spiele in Tokio für 2020 muss das Internationale Olympische Komitee nun einen neuen Termin finden. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa FOTO: Jean-Christophe Bott

Berlin. Das IOC hat mit der Verschiebung der Olympischen Spiele auf 2021 für Klarheit gesorgt. Die Sportler begrüßen überwiegend die Entscheidung. Auf die IOC-Koordinierungskommission und das Organisationskomitee wartet nun viel Arbeit.

Deutschlands Olympia-Stars haben überwiegend mit Erleichterung auf die Verschiebung der Olympischen Spiele reagiert. Die Hängepartie ist beendet, kein Training mehr unter extrem schweren Bedingungen, kein verzweifeltes Suchen nach geöffneten Trainingsstätten.

„Meine Ziele haben sich nicht geändert. Sie sind nur um ein Jahr verschoben. Die Arbeit geht also weiter“, sagte Hindernis-Europameisterin Gesa Krause und auch die dreifache Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze sieht sich trotz bester Aussichten auf reichlich Edelmetall nicht einer großen Chance beraubt. „Ich finde das gar nicht so schlimm, weil ich noch jung genug bin, auch in den Folgejahren noch an Olympischen Spielen teilnehmen zu können. Meine Leistungskurve geht noch nach oben“, sagte die 22-Jährige, die vor gut drei Wochen gleich dreimal bei der Heim-WM in Berlin triumphiert hatte.

Andere Sportler stehen dagegen nicht am Anfang ihrer Karriere, sondern müssen nun umdenken. „Ich wollte nach den Spielen meine Karriere beenden. Jetzt muss ich das erstmal sacken lassen und mit meiner Frau Gespräche führen“, sagte Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe. Ähnlich sieht es Ringer-Weltmeister Frank Stäbler: „Mein Olympia-Traum ist verschoben - nicht geplatzt. Auch wenn es für mich aktuell schwer zu greifen ist, es ist die absolut richtige Entscheidung die Spiele zu verlegen.“ Der 30-Jährige hängt einfach noch ein Jahr dran.

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