Verschiebung der Sommerspiele

Notfall-Plan für Tokio: Frühjahrsspiele ohne Olympia-Dorf?

IOC-Präsident Thomas Bach auf dem Weg zu einem Interview. Foto: Denis Balibouse/KEYSTONE/dpa FOTO: Denis Balibouse

Lausanne. Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio nimmt eine Krisen-Gruppe die Arbeit auf. Möglichst schnell soll der neue Termin für 2021 gefunden werden. IOC-Chef Thomas Bach erwartet harte Einschnitte für alle Beteiligten.

Die Olympia-Macher von Tokio aktivieren den Notfall-Plan. Nach der beispiellosen Verlegung des größten Sportfests der Welt ins nächste Jahr sind nun sogar olympische Frühjahrsspiele ohne gemeinsames Athletendorf möglich.

„Diese verschobenen Olympischen Spiele werden Opfer und Kompromisse von allen Beteiligten erfordern“, mahnte IOC-Präsident Thomas Bach. Ein hastig einberufenes Krisenteam von Internationalem Olympischen Komitee und Gastgeber Japan nimmt am Donnerstag die Arbeit auf und soll dann die gigantischen Folgen der Verschiebung in den Griff bekommen.

Die Task Force erhielt den Namen „Here we go“ (Los geht's). Doch es dürfte ein schwerer Aufbruch werden, nachdem sich das IOC und Japan dem Druck der Corona-Pandemie gebeugt und nach wochenlangem Zögern die Tokio-Spiele verlegt hatten. Es sei „eine qualvolle Entscheidung“ gewesen, bekannte der Chef von Japans Olympischem Komitee, Yasuhiro Yamashita. Der Start des Fackellaufs durch Japan, der für Donnerstag geplant war, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

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